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Victoria Brandner: Zwei Tage, zwei Siege – ein Kind findet seinen Weg

  • copywriting68
  • 3. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt Momente im Reitsport, die sich nicht in Wertnoten fassen lassen. Die Tage in Baden waren solche Momente.

Am 1. und 2. August 2026 ging Victoria Brandner mit ihrem Pony My Little Prince an den Start – und hinterließ eine Ergebnisliste, die mehr erzählt, als Zahlen je könnten. Drei Starts. Zwei Siege. Eine vierte Platzierung. Doch wer nur darauf schaut, übersieht das Wesentliche.


Siegerehrung Dressurturnier

📊 Die Ergebnisse

Die folgenden Platzierungen sind den offiziellen Ergebnislisten des Turniers CDN-A*, CDN-B Baden entnommen. Jede Note, jeder Rang ist dort dokumentiert.

Samstag, 1. August 2026

Prüfung

Pferd

Note

Platzierung

Dressurprüfung A3

My Little Prince

7,40

🥇 1. Platz

Dressurprüfung L4

My Little Prince

7,00

4. Platz

Sonntag, 2. August 2026

Prüfung

Pferd

Note

Platzierung

Dressurprüfung L1 – Bewa-Cup

My Little Prince

7,40

🥇 1. Platz


💔 Von der Last des Namens

Die junge Reiterin trägt einen Namen, der im österreichischen Pferdesport bekannt ist. Ihre Mutter ist Tamara Brandner – Grand-Prix-Reiterin, Vizelandesmeisterin, staatlich geprüfte Dressurtrainerin, Sattelspezialistin. Wer in diesem Schatten aufwächst, spürt den Druck, bevor er überhaupt einen Zügel in der Hand hält. Von außen. Von innen. Von überall.


Es gab Zeiten, da wollte Victoria aufgeben. Tränen. Blackouts. Das Gefühl, nie gut genug zu sein. Die junge Reiterin, die neben ihrer Mutter immer das Gefühl hatte, nicht zu genügen. Sie war überfordert von den Blicken, die immer auf ihr ruhten, von den Erwartungen, die sie sich selbst auferlegte.


🐴 My Little Prince und Victoria Brandner – die Wende

Dann kam ein neues Pony. My Little Prince, ein fuchsfalberer Deutscher Ponywallach, Jahrgang 2018. Ein Pony, das Victoria nicht forderte – sondern trug.

Nach dem Sieg sagte Victoria:

„Ich hab begriffen – ich muss bei ihm sein!“

Nicht: „Ich muss gewinnen.“ Nicht: „Ich muss es meiner Mutter zeigen.“ Sondern: „Ich muss bei ihm sein.“ Ein junger Mensch, der begriffen hat, worum es wirklich geht: um die Verbindung. Um das Vertrauen. Um das Gefühl, dass Pferd und Reiterin eins werden.


Drei Starts, drei Zeichen von Reife

Am Samstagvormittag: die A3 mit 7,40. Die erste Prüfung des Wochenendes. Victoria und My Little Prince zeigten eine konzentrierte Runde – sauber, klar, ohne Fehler. Die Richter notierten 7,40. Der erste Sieg war da.

Am Samstagnachmittag: die L4 mit 7,00. Ein Schritt in die nächsthöhere Klasse. Kein Sieg – aber mit 7,00 und Platz 4 ein klares Zeichen, dass Victoria auf dem richtigen Weg war.

Am Sonntag: die L1 im Bewa-Cup mit 7,40. Die dritte Prüfung – die vielleicht wichtigste. Die Richter Kroneder Aimee und Brosig Renate bewerteten die Runde. Victoria war sicher, war da, war bei ihrem Pony. 7,40. Sieg.

„Ich will dir alle Ehre machen – und ENDLICH ist es mir gelungen, meine Blackouts und den vielen Druck, den ich mir aufgebaut habe, loszulassen.“

💬 Eine Tochter zu ihrer Mutter

„Danke Mama – ohne dich wäre all das nicht möglich. Ich will dir alle Ehre machen. Ich trainiere hart jeden Tag – meine Mutter spart mir nichts – sie formt mich – ich spüre das – und jetzt endlich kommt der ersehnte Erfolg, den ich mir so sehr gewünscht habe. Nach all den Niederlagen – nach dieser Zeit des 'ich schaff es ja doch nicht'-Gefühls – jetzt endlich bin ich bereit, Mama!“

Viki Brandner

Victoria hat begriffen, dass ihre Mutter sie nicht mit Druck formt, sondern mit Liebe. Die Strenge, die Disziplin, die vielen Stunden – sie sind nicht Ausdruck von Ehrgeiz, sondern von dem Wunsch, das Beste aus ihr herauszuholen. Und jetzt, nach all den Zweifeln, nach dem Gefühl des Scheiterns, das sie so lange begleitete, ist sie bereit.


Ein Pony, das trägt – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne

My Little Prince ist nicht irgendein Pony. Und er hat an diesem Wochenende gezeigt, was in ihm steckt. Er hat Victoria das gegeben, was sie brauchte: Sicherheit, Vertrauen – und den Mut, sich fallen zu lassen. Ein Pony, das nicht nur trägt, sondern mit seiner Reiterin wächst.


Ein Name, der nun ihrer ist

Victoria Brandner hat in Baden nicht nur zwei Siege errungen. Sie hat sich selbst gefunden. Sie hat gezeigt, dass sie nicht nur die Tochter einer bekannten Reiterin ist – sondern eine eigenständige Persönlichkeit mit eigenem Pony, eigenem Stil und eigenem Willen.

„Brandner – aber diesmal nicht Tamara. Sondern VICTORIA.“

Victoria Brandner – Nachwuchsreiterin, Kämpferin, und endlich bereit, ihren eigenen Weg zu gehen.





 
 
 

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